Corporate Real Estate Management (CREM)

Ist das Kerngeschäft eines Unternehmens nicht die Immobilie, wird das mit dem Fachbegriff: Corporate Real Estate Management, kurz auch CREM bezeichnet. Das CREM umfasst die erfolgs- und wertorientierte Beschaffung, Verwaltung und Vermarktung von eigenen oder langfristig angemieteten Immobilien.

Corporate Real Estate Management
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Warum gewinnt CREM immer stärker an Bedeutung?

Viele Unternehmen haben über viele Jahrzehnte Immobilienbestände mit „betriebsnotwendigen“ Objekten aufgebaut. Hierzu gehören vor allem das roduzierende Gewerbe, Handwerksbetriebe, Kirchen, die Sozialwirtschaft, Versicherungen, diverse Kammern, etc.. Aber, wie schon im Grundgesetzt steht: „Eigentum verpflichtet“. Hinzu kommt, dass viele Unternehmen unter einem enormen Kosten- und Optimierungsdruck stehen. Der Immobilienbestand wurde häufig ohne strategische Ansätze und ohne ein Immobilienmanagement angesammelt. Die Kapitalbildung in den Immobilien ist enorm.

Hier setzt CREM an – CREM ist das professionelle Immobilienmanagement, welches die Immobilien und die betriebsnotwendigen Nutzungen auf den Prüfstand stellt, um für die Unternehmen die Potentiale aufzuzeigen und eine Umsetzungsstrategie aufzustellen. Das bedeutet, dass durch CREM die Immobilie nicht nur als totes Kapital dem Unternehmenszweck dient, sondern die Potentiale, welche durch CREM aufgedeckt werden, der Wertschöpfung des Unternehmens dienen. Somit kommen die Unternehmensstrategie und die Immobilie in Einklang.

Welche Schritte sind notwendig?

Die notwendigen Leistungen (CREM) für die Immobilien eines Unternehmens müssen stets individuell und auf den jeweiligen Geschäftszweck, die vorhandenen Kompetenzen und die verfügbaren Ressourcen angepasst werden. Hierzu ist es im ersten Schritt notwendig, die Ziele und Anforderungen des jeweiligen Unternehmens zu definieren, wie z. B. die Nutzungen, der Flächenbedarf und die Zeitschiene der Unternehmensstrategie. Erst dann kann damit begonnen werden, eine Immobilienstrategie aufzustellen.

Um den genauen Überblick über den Immobilienbestand zu erhalten, sollte die einheitliche Datenerfassung/ – analyse – im kaufmännischen und technischen Sinne – in einem strukturierten Datensystem an erster Stelle stehen. Liegen die Ergebnisse der Analyse vor, können diese mit den unternehmens- und marktrelevanten Rahmenbedingungen abgeglichen werden. Daraus kann anschließend die Immobilienstrategie hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit, der notwendigen Handlungen, der Potentiale und der Zeitschiene abgeleitet werden.

Zum Zweck des CREM werden oft eigene Tochtergesellschaften gegründet, die Aufgaben aus dem Bereich des Immobilienmanagements, Facility Managements, Vermarktungs- und Projektentwicklungsaufgaben sowie zunehmend auch Betreuungsleistungen für andere Immobilieneigentümer wahrnehmen.

Was ist das Ziel von CREM?

CREM ermöglicht eine langfristige Immobilienstrategie, welche auf der Unternehmensstrategie aufbaut. Wurde die Strategie für die Immobilien des Unternehmens aufgestellt, ist es möglich, die notwendigen Maßnahmen für das Immobilienmanagement aufzuzeigen. In der Immobilienwirtschaft wird hier häufig von einem Masterplan gesprochen. Die Entscheidungen, welche für die Immobilien des Unternehmens getroffen werden, basieren auf einer nach den Kriterien des Unternehmens aufgestellten Strategie.

CREM sollte dazu führen, den Nutzen der Immobilien durch das Erkennen und Heben der Potentiale zu steigern und langfristig die Kosten der Immobilien zu senken bzw. auf Dauer zu optimieren.

Welche Leistungen umfasst CREM?

Der Lebenszyklus einer Immobilie ist durch die drei Phasen Entstehung, Nutzung und Verwertung gezeichnet.

Phase I: Entstehung – umfasst die Entwicklung, die Planung und den Bau der Immobilie

Phase II: Nutzung – umfasst das Property- und das Gebäudemanagement für die Immobilie

Phase III: Verwertung – umfasst den Rückbau, die Revitalisierung und den Umbau der Immobilie

In allen drei Phasen steht die professionelle Betreuung der Immobilie im Fokus. Diese wird durch das Portfolio- und Assetmanagement gewährleistet. Diese Disziplinen umfassen die Bewirtschaftung der Immobilien. Gleichzeitig wird auch der immobilienwirtschaftliche Prozess der Beschaffung und Verwertung der Immobilien (Transaktionsmanagement) abgewickelt.